Kampagne in eigener Sache
Die Münchner Werbeagentur GBK Heye hat im Auftrag des Süddeutschen Verlags eine Werbekampagne für "Brand's New Toy"entwickelt. Die Kampagne wird als ganzseitige Anzeigen und auch Rücktiteln in Printmedien wie Kontakter, W&V, Media & Marketing geschaltet.
Mobile Content statt neuer Songs: Mobo Celebs
Unter dem Wahlspruch "Pick a celeb… and join today" wirbt der Dienst Mobi Celebs seit geraumer Zeit für mehr Subscriber. Geboten werden private Foto-Alben zum Download, die halbwegs bekannte Bands und Solisten selbst mit ihrer Handy-Kamera aufgenommen haben und die dann auf die Handys der Konsumenten versendet werden. Eigentlich die perfekte Ergänzung zu neuen nichtssagenden Songs. Tatsächlich ist dort aber nicht sehr viel los.
Warum wir diesen Dienst trotzdem erwähnen? Nun, eigentlich ist die Idee, bekannte Gesichter zur Produktion von eigenen Mobile Content zu gewinnen gar nicht mal so schlecht. Die Personen müssten halt nur interessant sein und dass, was sie zu zeigen haben, müsste ebenso spannend sein. Wie wäre es mit einem Foto-Album von Lars von Trier? Das würden wir uns zum Beispiel sehr gerne ansehen. Noch viel lieber sogar ein Mobile Video, welches ideal zum (mittlerweile allerdings aufgegebenen) Dogma-Stil es dänischen Regisseurs passen würde.
Mehr Informationen – hier.
Pervasive Gaming: Street Wars
Es existieren verschiedene Begriffe unter denen sich dieses neuartige Spielprinzip weiter verbreitet. Zumeist wird es "Pervasive Gaming" genannt, aber auch "Augmented Reality Games" oder "Big Games". Ein simples aber groß angelegtes Pervasive Game startet heute in New York. Vom 25. September bis 16. Oktober werden sich die Teilnehmer gegenseitig mit Wasserpistolen und Wasserballons jagen. Das Spielziel ist sehr einfach: Niemals getroffen werden. Denn nur ein Teilnehmer gewinnt das Spiel und den Preis von $500 sowie einer Flasche Whiskey.
Auch wenn Mobile Endgeräte in diesem Spielprinzip keinerlei Steuerungsfunktion übernehmen, kann man einiges für spätere, weiterentwickelte Szenarien ableiten. Denn die grundlegenden Zutaten für ein gelungenes Spiel bleiben seit eh und je die gleichen: Spaß und ein simples Spielprinzip.
Today: “Brand’s New Toy” launched!
Ein Gefühl für das neue Medium bekommen: Wir freuen uns mitteilen zu können, dass wir seit heute die ersten Expemplare von "Brand's New Toy" in den Händen halten. Mit weit über 300 Seiten und hunderten von vierfarbigen Abbildungen ist es ein üppiges, inspirierendes und informatives Fachbuch geworden, dass hoffentlich dazu geeignet ist, dem Mobile Marketing neue Impulse zu geben. In wenigen Tagen wird das Buch dann auch im Online- und Offline Buchhandel erhältlich sein.
scoopt.com: Hier werde ich Citizen Journalist
In Bryan Singers aktueller Comic Verfilmung "Superman Returns" fordert ein ausgerasteter Herausgeber Perry White seine Reporter auf, ihm endlich mal wieder eine gute Titel-Reportage über den Mann aus Stahl zu bringen. Eine Heldentat – am besten mit aufregenden Fotos garniert. Nun verfolgen Journalisten heutzutage nicht tagelang eine einzige Geschichte (genauso wenig wie sich deutsche Kriminalinspektoren nicht wochenlang nur um einen einzigen Fall kümmern). Metropolis ist groß und man kann seine Augen ja auch nicht überall haben. Dass Perry White trotzdem zu seinem exklusiven Material kommt, verdankt er einem Schüler, der – zur rechten Zeit am rechten Ort – eine Heldentat Supermans mit seiner Handy-Kamera dokumentiert. Das Bild ziert einen Tag später die Titelseite des Daily Planet.
Wie hat der Junge das bloß gemacht? Wir vermuten, er hat sein Bild einfach bei scoopt.com hochgeladen, wo es wenig später ein Redakteur fand, der dem Nachwuchsreporter daraufhin hoffentlich ein ordentliches Honorar überwiesen hat.
Ein ähnliches Angebot macht die Bild-Zeitung ihren Lesern und fordert diese aktiv auf, Paparazzi-Fotos von ihren Helden zu machen. Die Probleme, die sich daraus ergeben, liegen auf der Hand: Noch mehr langweilige Privat-Fotos von ungeschminkten Filmschauspielern und noch mehr genervte Prominente. Als Gegenmaßnahme schlugen Kritiker vor, einfach dem Bild Chef Kai Dieckmann vor der Haustüre aufzulauern und ihn möglichst oft mit der Handy-Kamera abzulichten. Gute Idee!

