Diskussion um 74 Milliarden Dollar mit 160 Zeichen
Geschrieben von Bosse Kuellenberg am 1. Februar 2007.
Kategorien: Allgemein
Nico Zorn hat in seinem Blog ein Zitat aus Brand's New Toy aufgenommen, das nun eifrig diskutiert wird:
2005 betrugen die gesamten Einnahmen durch SMS über 74 Milliarden Dollar weltweit. Zum Vergleich: Hollywood spielte etwas unter 30 Milliarden Dollar ein, die Einnahmen der Musikindustrie lagen weltweit bei 35 Milliarden Dollar, und Videospiele, Konsolen, und Software brachten um die 40 Milliarden Dollar ein. Der Wert aller 2005 verkauften Laptops betrug 65 Millarden Dollar. SMS alleine bringen mehr ein als irgendeiner dieser Wirtschaftszweige (…) und SMS bedeuten immer noch über 90% Profit. Wir sollten diese Industrie lieben!
(Tomi T. Ahonen, englischer Fach-Autor)
Diese Zahlen überraschen den Einen oder Anderen eventuell, da man sich dem Ausmaß bisher wohl nicht bewusst war. Hollywood ist eine riesige Industrie und Geldmaschine, die den Glamour zelebriert, aber das man mit SMS weltweit mehr umsetzt, als mit den Filmen aus der amerikanischen Traumfabrik, dass schockiert auf den ersten Blick.
In unserem Blog hat Rebecca folgenden Kommentar hinterlassen:
wieso dauert es in europa so lange gute werbemöglichkeiten per handy zu etablieren? seit 1999 wird mit wap, umts usw rumgedoktert und keiner scheint sich ein beispiel am japanischen markt nehmen zu wollen…was da umgesetzt wird, ist tatsächlich ein marketing-traum…vielleicht sollte man in europa langsam aufwachen und innovativ nicht nur als schlagwort nutzen, sondern auch mal bei sich anbietenden möglichkeiten zuschlagen
Ehrlich gesagt: Diese Frage stellen wir uns so – oder so ähnlich – auch immer wieder. Aber: Wir arbeiten auch daran die Situation zu verbessern. Mit spielplatz.cc entwickeln wir als Agentur innovative Werbe- und Marketingformen.
Leider müssen wir dabei auch immer wieder feststellen, dass es in Europa allzu häufig zuerst einmal einen "wagemutigen First Mover" geben muss, damit sich andere Konzerne trauen ähnlich innovative Aktionen umzusetzen. Nur wenige sind momentan bereit, das Risiko eines eventuellen Flops zu riskieren. Verständlich.
Die Alternative lautet: Im kleinen Rahmen und mit überschaubarem Budget testen und bei Erfolg ausweiten.
Leider lässt sich nicht jede Idee im "kleinen Rahmen" realisieren bzw. entwickelt ihr Potential erst durch entsprechende Kooperationen und einem langfristigen Commitment. Doch wir spüren den frischen Wind in den letzten Monaten massiv. Es scheint sich einiges auf Seiten der Brands zu regen und die Nachfrage – vor allem nach innovativen Ideen – nimmt zu.
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