Kinofilm über die EM – zusammengestellt aus YouTube Fanvideos

Google hat großes vor. Als Bestandteil eines Webspecials zur Fußball EM 2008 wurde angekündigt den ersten Kinofilm produzieren zu wollen, der ausschließlich aus Beiträgen zusammengeschnitten wird, die User selbst gefilmt haben und im entsprechenden YouTube Channel hochgeladen haben. Mehr
Uniqlock - Blogger Widget

Wieso habe ich dieses schöne Stück erst jetzt (über C-Scout) entdeckt? Keine Ahnung. Vielleicht weil ich gerade in Hong Kong war und erstmals auf die Fashion-Marke Uniqlo aufmerksam geworden bin.
Und hier nun das kleine Widget um das es geht: Eine digitale Uhr mit Sound und zur Uhrzeit passenden Videos (und dezenter Einbindung der Marke Uniqlo – klar). Aber der Style gefällt und die Idee ist schön umgesetzt.
Was kann die Uniqlock?
Abhängig von der angezeigten Uhrzeit werden unterschiedliche passende Videoclips gezeigt und zur Tageszeit passende Sounds eingespielt – so die trockene Beschreibung.
Nicht das man diese Idee auch schon x-mal hatte – aber der feine Unterschied hier wurde sie umgesetzt (und zwar wirklich hochwertig) wohingegen sie bei mir in der Schublade weiterhin nur rumlungert… Tja
NACHTRAG - Fast vergessen:
Seine eigene Uhr kann man hier konfigurieren: www.uniqlo.jp/uniqlock/
Und hier gibts noch nette Videos vom Casting für die Videos (scheint jedenfalls so…): www.uniqlo.jp/uniqlock/audition/2/
I love Processing.

Wie der Eine oder Andere vielleicht schon weiß, bin ich ja ein großer Processing Fan. Korrigiere: Ich bin ein großer Fan von dem, was talentierte, kreative Entwickler mit Processing so alles umsetzen.
Aktuell sind es zumeist noch rein visuell kreative und eher künstlerisch anmutende Experimente, die umgesetzt werden, doch mit jedem weiteren Entwickler der sich mit der Programmierumgebung befasst, wird es spannender. Für uns, die immer nach Inszenierungsmöglichkeiten für Brands suchen, tut sich damit eine enorm interessante Welt auf an ungesehenen Visualisierungen und spaktakulären Interaktionsformen auf.
Ein tolles Beispiel für den konkreten werblichen Einsatz ist das viral video für den Audi TT.
Als ich es das erste mal gesehen habe, bin ich selbst davon ausgegangen, das es in 3D mit C4D oder Maya gemacht wurde. Doch irgendwie war der Look nicht typisch. Außerdem wäre es eine wirklich enorme Arbeit gewesen. Also habe ich etwas gestöbert und auch prombt eine überraschende Antwort gefunden: Das gesamte Video wurde “programiert” und in Processing gerendert.
“Faszinierend”, wie Mr. Spock sagen würde.
Die Idee dafür kommt übrigens von dem sehr coolen Studio UniversalEverything, die mir selbst ein Vorbild im Bereich der experimentellen Ideen sind. Umgesetzt wurde es von Karsten Schmidt, alias “Toxi“, der sich in der Szene schon einen wirklich guten Namen gemacht hat.
Das etwas andere Callgirl
Oder: Wie man aus einem konventionellen TV-Spot etwas Besonderes macht.
Man nehme:
- einen TV-Spot
- eine Microsite
- eine Telefonnummer
Zubereitung:
Zunächst einmal entwickeln wir die Microsite (in diesem Fall für unseren Kunden CASIO). Dort integrieren wir neben vielen anderen Features den TV-Spot, den unsere Partneragentur "Heye," entwickelt und produziert hat. Diesen Spot können sich die Besucher unserer Seite anschauen, herunterladen und, jetzt kommt‘s: als interaktiven Spot anschauen. Dazu muss lediglich vorab eine Handynummer (oder Festnetz) angegeben werden, unter der man gerade erreichbar ist. Und dann geht es auch schon los:
Zu Beginn läuft der interaktive Spot genauso ab, wie der konventionelle. Am Ende jedoch wartet die Hauptakteurin, ein wirklich rassiges und heißes Supergirl, darauf, dass der User an sein Handy geht, das in diesem Moment tatsächlich klingelt!!! Doch damit nicht genug: Greift der User nun zu seinem Mobiltelefon, spricht die brasilianische Schönheit auch noch mit ihm wie in einer Videotelefon-Konferenz.
Damit das Ganze aber nicht nur Spaß macht, sondern auch den Absatz der CASIO wave ceptor Funkuhren aus der Dynamic Collection ankurbelt, hält das Supergirl dem User ganz zum Schluss noch ein Schild vor den Bildschirm, auf dem die Adresse des nächstgelegenen CASIO Händlers geschrieben steht. Natürlich zum Sofort-Ausdrucken und mit persönlichem Lippenstift-Kussmund versehen.
Und wer jetzt Lust auf ein heißes Videotelefonat bekommen hat, schaut sich den Spot durch Klick aufs Bild am Besten mal selbst an:
Hier der englische TV-Spot:
Opel goes Mobile: Sitzt Deine Frisur?
Endlich mal wieder eine lustige Mobile Marketing Aktion mit einer genialen Mechanik! Ein indischer Mad Scientist fordert mich in einem Video dazu auf, an einem Windkanal-Test für den Opel Tigra TwinTop teilzunehmen und ruft mich aus dem Video heraus auf meinem Handy an. Wie wird das erzählt?
Über E-mail werde ich darüber informiert, dass ein Freund etwas "ganze besonderes" für mich arrangiert hat. Mit der Aussicht auf einen attraktiven Gewinn, besuche ich den dazugehörigen Link: www.total-verfoehnt.de. Hier gebe ich meinen Vornamen, Nachnamen un meine Handy-Nummer ein und lese die Information, dass die Telefonnummer nur für diese eine Aktion genutzt und die Teilnahme zudem völlig kostenlos ist. Nun soll ich meine Haare festhalten! Ok. mache ich.
Auf der Seite startet das Video. Ein Model macht den Windkanal-Test und wird durch den Windstoß gegen eine Wand geschleudert.
Um mich zum Test einzuladen, wählt der Wissenschaftler meine Handynummer. Überraschenderweise klingelt mein Telefon plötzlich. Ich hebe ab – und der verrückte Professor spricht zu mir: Er bietet mir an, eine 14tägige Probefahrt im Cabrio zu gewinnen. Sozusagen, um meine Frisur zu testen. Sehr amüsant – und ein wirklich verblüffender Effekt. Insgesamt wirkt die Geschichte gerade am Anfang etwas verworren, da mich der Spot ein wenig auf die falsche Fährte führt. Durch den Auftitt des Models wird mir suggeriert, dass es sich möglicherweise um eine Kampagne für ein Haarpflege-Mittel geht. Das könnte etwas mehr auf den Punkt kommen. Auch der Gewinn der Probefahrt müsste nicht unbedingt sein. Schließlich macht die Idee an sich schon sehr viel Spaß. Andererseits gehörte es sicherlich zur Aufgabe, dass über diese Aktion Leads generiert werden sollen. Was sicherlich hervorragend funktionieren wird!
Ach ja: Die Award Saison 2007 beginnt
Wie Heike Scholz in ihrem Blog nochmal bemerkt, verstreichen so langsam die Einreichungsfristen für die Branchen Awards 2007. Wer seine Kampagnen von bei einem der relevantesten Mobile Awards "bewerten" lassen möchte, sollte sich nun also sputen: Die Frist für den GSM Association's 12th Global Mobile Awards in Barcelona läuft Ende November aus. Also schnell auf die Website und teilnehmen. Pro Einreichnug fällt eine Gebühr von £550.00 an. Wer selbst nicht einreicht, die Stimmung und vielen guten Ideen trotzdem nicht missen möchte, erhält für einen Sitz für £420.00 oder gleich einen ganzen Tisch für £3345.00. Man sieht: Die Branche lässt sich auf großem Fuss feiern.
So kritisch wir der ein oder anderen Award-Verleihung manchmal gegenüber stehen, so sinnvoll ist es natürlich auch (und es macht ja auch wirklich Spaß sich zur Abwechslung mal feiern zu lassen…) den innovativen Ideen ein gewisses "Sex-Appeal" und eine Bühne in der Öffentlichkeit zu Verschaffen. Wir werden daher in einem der nächsten Beiträge ein umfangreiche Liste aktueller Awards zusammentragen, die Einreichungen mobiler Kampagnen zulassen.
Wo sind sie, die experimentierfreudigen Kunden?
Es ist wirklich eine vertrackte Sache: Da steht man völlig frei auf dem Spielfeld, bereit einen Spielzug aufzuführen, der ganz großes Kino ist – und dann wird man doch nur gebeten, den Ball schön sachte zu passen…
Nein, ganz so schlimm ist es nicht. Und vielleicht ist es auch eine Berufskrankheit, dass man ständig die Herausforderung in neuen Ideen und Konzepten sucht (gut so!). Erst Recht, wenn man angetreten ist, dem Markt mobiler Kommunikationsformen (mit guten Ideen und medienübergreifenden Mechaniken) mehr Leben einzuhauchen.
Im Moment spüren wir durchaus frischen Wind in der Branche: Es bewegt sich etwas und eine zunehmende Zahl an Werbetreibenden lässt sich nicht mehr von standardisierten Mechaniken beeindrucken.
Uns freut dies natürlich, und wir stehen jedem Werbeleiter zum offenen Gedankenaustausch zur Verfügung.
Denn wer sich vorwärts bewegen möchte, muss gelerntes manchmal hinter sich lassen – auch wenn es schwer fällt.
In der Headline steht das Wort "Experiment", denn neue Ideen können nicht vom Start weg den Anspruch erfüllen ein 100%iger Erfolgsgarant zu sein – sofern es den überhaupt irgendwo geben sollte (an dieser Stelle fallen mir Plattitüden wie "Wer wagt gewinnt" "Wer sich nicht vorwärts bewegt…" – lassen wir das…).
Vielmehr ist eine gewisse "Risikobereitschaft" auf Kundenseite von nöten, um im kleinen Rahmen Zielgruppen gerechte Konzepte zu entwickeln und diese dann im großen Massstab Erfolg versprechend einzusetzen. Wer von den Agenturen Marktforschungen einfordert, die eine Wirksamkeit belegen, sollte sich klar machen, das solche Erkenntnisse oft nur aus dem kombinieren verschiedenster Fakten, Studien und Erhebungen gewonnen werden können und der oft fehlende Zusammenhang den Sinn in Frage stellen dürfte.Daher: Wer neue Ideen sucht, sollte Mut besitzen und sich trauen mit überschaubaren Projekten neue Wege zu beschreiten.
Eines wird dabei schnell klar: Technik darf nicht mit Idee verwechselt werden. Wer ausruft: "Wir haben eine Idee – wir machen ein WAP-Portal!", hat die Aufgabe noch nicht gelöst.
Und noch etwas fällt auf: Die Kreativstärken des Handys liegen in der Kombination mit anderen Medien. Wer überraschende Kommunikation betreiben möchte, sollte den mobilen Kanal nicht isoliert betrachten, sondern weitere Medien und Kanäle mit in Erwägung ziehen. Betrachten wir das Mobiltelefon doch einfach mal als "Fernbedienung"…
Je früher das Mobiltelefon daher in die Ideenfindung mit einbezogen wird, desto attraktiver wird sich das Ergebnis gestalten.
Volks-Paparazzi jagen BILD Chef!
Massenmedium trifft Massenmedium. Darüber, dass BILD die massenhafte Verbreitung von Handy-Kameras bereits seit geraumer Zeit zu Werbe- und Content-Verwertungszwecken nutzt, darüber ist hier schon zurückhaltend berichtet worden. Die Volkspaparazzi-Aktion ist eine irgendwie folgerichtige Massnahme. Aber leider auch eine wenig sympathische.
Auch tauchte hier schon vorsichtig der (wahrscheinlich ursprünglich vor einigen Wochen in der Süddeutschen Zeitung geäußerte) Vorschlag auf, die Situation einfach umzumünzen und den Initiator der Aktion, nämlich den BILD Chef Kai Diekmann in allen Lebenssituationen aufzulauern und abzulichten. Jetzt wird's allerdings Ernst für die BILD Mädels und Jungs. Im guten alten BILD Jargon ruft BILDblog dazu auf, den Initiator zum Beispiel bei "Nasenbohren", "frisch verliebt auf Sylt" oder beim "Shopping" zu fotografieren. Mehr Informationen findet man dazu hier.
Selbstverständlich ist dieser Aufruf ebenso verurteilenswert wie die BILD Aktion. Natürlich. Teilnehmer dieses Fotoshootings müssen leider auch auf den lächerlichen Presseausweis verzichten, den die BILD Zeitung ihren Lesern als Dreingabe zum Selberbasteln anbot. So wie damals in der Mickey Mouse. Oder im YPS Heft.
NIKE iD Times Square Billboard
Um einen Vorgeschmack auf das Buch zu geben, hier mal wieder ein paar Infos zu einer tollen Aktion, die NIKE iD letztes Jahr durchgeführt hat.
Im Jahr 2005 konnten Passanten am Times Square in New York auf dem riesigen »Reuters-Billboard« ihren eigenen NIKE iD Sneaker mit dem Handy personalisieren. Über eine kostenfreie Telefonnummer hat man sich in das System eingewählt und konnte nun mit den Tasten des Mobiltelefons live die Gestaltung des Sneakers variieren. Farbe der Schnürsenkel? Ähh… Grün. Nein – doch lieber Gelb? Kein Problem. Mit jedem Tastendruck änderte sich der riesige Turnschuh auf dem Display bis er ganz dem persönlichen Geschmack entsprach. Die persönlichen Vorlieben für die Farben der Schnürsenkel, des Obermaterials, der Sohle und des NIKE Logos wurden durch die Möglichkeit der Personalisierung mit den eigenen Initialien noch ergänzt. Am Ende prangte der eigens erschaffene Turnschuh in einer wuchtigen Größe von 7 Metern über dem Time Square und jeder konnte ihn sehen. War man mit dem Ergebnis zufrieden, drückte man die #-Taste am Telefon und gab die Bühne für den nächsten Passanten frei, der schon darauf wartete seinen eigenen Sneaker zum Leben zu erwecken. Im Anschluss bekam der Konsument eine SMS Nachricht mit einem persönlichen Zugangscode zum Onlineshop, um sich auch genau seine erstellte Sneaker-Variante ohne Umwege zu erwerben. Als kleine Erinnerung an diesen Tag, gab es noch ein Wallpaper mit der Eigenkreation für das Handy obendrein.
Die Umsetzungsidee stammt erneut von R/GA, die eine ähnliche Aktion vorher auch schon für Yahoo Autos konzipiert haben.
Kurzes Video zur Aktion bei youtube.com.

