Das etwas andere Callgirl

Oder: Wie man aus einem konventionellen TV-Spot etwas Besonderes macht.

Man nehme:

Zubereitung:

Zunächst einmal entwickeln wir die Microsite (in diesem Fall für unseren Kunden CASIO). Dort integrieren wir neben vielen anderen Features den TV-Spot, den unsere Partneragentur "Heye," entwickelt und produziert hat. Diesen Spot können sich die Besucher unserer Seite anschauen, herunterladen und, jetzt kommt‘s: als interaktiven Spot anschauen. Dazu muss lediglich vorab eine Handynummer (oder Festnetz) angegeben werden, unter der man gerade erreichbar ist. Und dann geht es auch schon los:

Zu Beginn läuft der interaktive Spot genauso ab, wie der konventionelle. Am Ende jedoch wartet die Hauptakteurin, ein wirklich rassiges und heißes Supergirl, darauf, dass der User an sein Handy geht, das in diesem Moment tatsächlich klingelt!!! Doch damit nicht genug: Greift der User nun zu seinem Mobiltelefon, spricht die brasilianische Schönheit auch noch mit ihm wie in einer Videotelefon-Konferenz.

Damit das Ganze aber nicht nur Spaß macht, sondern auch den Absatz der CASIO wave ceptor Funkuhren aus der Dynamic Collection ankurbelt, hält das Supergirl dem User ganz zum Schluss noch ein Schild vor den Bildschirm, auf dem die Adresse des nächstgelegenen CASIO Händlers geschrieben steht. Natürlich zum Sofort-Ausdrucken und mit persönlichem Lippenstift-Kussmund versehen.

Und wer jetzt Lust auf ein heißes Videotelefonat bekommen hat, schaut sich den Spot durch Klick aufs Bild am Besten mal selbst an:

 

 

Hier der englische TV-Spot: 


Diskussion um 74 Milliarden Dollar mit 160 Zeichen

Nico Zorn hat in seinem Blog ein Zitat aus Brand's New Toy aufgenommen, das nun eifrig diskutiert wird:

2005 betrugen die gesamten Einnahmen durch SMS über 74 Milliarden Dollar weltweit. Zum Vergleich: Hollywood spielte etwas unter 30 Milliarden Dollar ein, die Einnahmen der Musikindustrie lagen weltweit bei 35 Milliarden Dollar, und Videospiele, Konsolen, und Software brachten um die 40 Milliarden Dollar ein. Der Wert aller 2005 verkauften Laptops betrug 65 Millarden Dollar. SMS alleine bringen mehr ein als irgendeiner dieser Wirtschaftszweige (…) und SMS bedeuten immer noch über 90% Profit. Wir sollten diese Industrie lieben!
(Tomi T. Ahonen, englischer Fach-Autor)

Diese Zahlen überraschen den Einen oder Anderen eventuell, da man sich dem Ausmaß bisher wohl nicht bewusst war. Hollywood ist eine riesige Industrie und Geldmaschine, die den Glamour zelebriert, aber das man mit SMS weltweit mehr umsetzt, als mit den Filmen aus der amerikanischen Traumfabrik, dass schockiert auf den ersten Blick.

In unserem Blog hat Rebecca folgenden Kommentar hinterlassen:

wieso dauert es in europa so lange gute werbemöglichkeiten per handy zu etablieren? seit 1999 wird mit wap, umts usw rumgedoktert und keiner scheint sich ein beispiel am japanischen markt nehmen zu wollen…was da umgesetzt wird, ist tatsächlich ein marketing-traum…vielleicht sollte man in europa langsam aufwachen und innovativ nicht nur als schlagwort nutzen, sondern auch mal bei sich anbietenden möglichkeiten zuschlagen

Ehrlich gesagt: Diese Frage stellen wir uns so – oder so ähnlich – auch immer wieder. Aber: Wir arbeiten auch daran die Situation zu verbessern. Mit spielplatz.cc entwickeln wir als Agentur innovative Werbe- und Marketingformen.
Leider müssen wir dabei auch immer wieder feststellen, dass es in Europa allzu häufig zuerst einmal einen "wagemutigen First Mover" geben muss, damit sich andere Konzerne trauen ähnlich innovative Aktionen umzusetzen. Nur wenige sind momentan bereit, das Risiko eines eventuellen Flops zu riskieren. Verständlich.

Die Alternative lautet: Im kleinen Rahmen und mit überschaubarem Budget testen und bei Erfolg ausweiten.
Leider lässt sich nicht jede Idee im "kleinen Rahmen" realisieren bzw. entwickelt ihr Potential erst durch entsprechende Kooperationen und einem langfristigen Commitment. Doch wir spüren den frischen Wind in den letzten Monaten massiv. Es scheint sich einiges auf Seiten der Brands zu regen und die Nachfrage – vor allem nach innovativen Ideen – nimmt zu. 

Mobile Social Networks aufgelistet Teil 1

Der (oftmals falsch verstandene) Web 2.0 Hype schwappt seit geraumer Zeit nun auch in den Mobile Bereich hinüber.
Scheinbar ausgefuchste Marketing-Profis haben dann auch sogleich versucht den Begriff Mobile 2.0 für sich zu beanspruchen, was meistens nicht mehr als eine strategische Verpackung mit wenig dahinter erscheint.

Speziell im Bereich der Social Communities tut sich jedoch eine ganze Menge und wir wollen die interessantesten Communities mal lose auflisten. Sozusagen als Sprungbrett für die eigenen Erfahrungen. Daher gibt es unsererseits auch mal keine Wertung.

Zum Überblick also eine kleine (unvollständige) Auflistung der verschiedenen internationalen Angebote im Bereich der mobilen Netzwerke.Teilweise werden auch Telefongesellschaften aufgeführt, die in diesem Bereich Services exklusiv für ihre Kunden anbieten.

 

Jaiku

 

JAIKU (Finnland)
http://www.jaiku.com/

 

 

looptLOOPT (US)
http://loopt.com/

 
boost mobile
BOOST MOBILE (US)
http://www.boostmobile.com

 

dodgeball DODGEBALL (US)
http://www.dodgeball.com/

Helio
HELIO (US)
http://www.helio.com

 mixd

MIXD (US)
http://mixd.yahoo.com/ Die Seite ist seit 25.02.2007 nicht mehr "on-air".

Mobiloco
MOBILOCO (D)
http://www.mobiloco.de (Seite wieder verfügbar!)

 

 

Neue Interaktion für mobile Games: lernen von der Nintendo Konsole Wii

Mobile Gaming auf dem Handy hat sich zu einem ernst zu nehmenden Geschäft für die Spielebranche entwickelt.
Doch wer erfolgreich werden (oder bleiben) möchte, macht sich frühzeitig Gedanken zu neuen Spielkonzepten. Durch vielfältige Schnittstellen (Bluetooth, Infrarot, Wlan, GSM, GPS, Mikrophon, Videokamera, Foto, etc.) bietet das Mobiltelefon heute eigentlich tolle Möglichkeiten diese zu nutzen. Tja – in der Theorie eben. In der Praxis sieht es leider noch ganz anders aus, da die Kosten für solche Ideen oft zu hoch sind und die Kompatibilität zu verschiedenen Handys leider oft noch zu gering.

Spannende Projekte gibt es natürlich, wie die Siemens Entwicklung des ARG Elfmeter-Schiessens oder spannende Augmented Reality Prototypen von Daniel Wagner, Doktorand an der Technischen Universität Graz.

Augmented Reality Prototyp

Weitere Anregungen kann man sich durchaus bei der neuen Nintendo Konsole Wii holen. Im Rahmen eines Projektes von trnd.com haben wir schon vor der offiziellen Markteinführung ein Exemplar der Konsole zum Test gestellt bekommen und sind wirklich begeistert! Die Bedienung ist intuitiv und lässt einen immer wieder staunen. Auch darüber, dass man die Gamer überhaupt so lange mit dem Prinzip von Joystick, Mausbediengung oder Gamepad bei der Stange halten konnte. Es war also ein cleverer Schachzug von Nintendo dem Hype um noch bessere Grafik zugunsten cleverer und kreativer Spielkonzepte und einer innovativen Handhabung abzusagen. Gratulation! Über den großen Erfolg beim Abverkauf freue ich mich sogar sehr, denn er weist auch anderen Entwicklern mal wieder den richtigen Weg!
Mal sehen, ob die Konkurrenz es sich erlauben kann, auf diesen Zug NICHT aufzuspringen.

Nintendo nutzt die Innovation übrigens auch, um neue Zielgruppen anzusprechen. Der neue Gamer ist smart und so garnichts vom Klischee des "Nerds", wie uns Nintendo auch in ihren Promotionvideos beweist.

Für die Markteinführung wurde daher auch auf ein dementsprechendes Konzept gesetzt, das nicht neu aber immer noch passend ist: exklusive Wii Cribs, die nur durch Mundpropaganda beworben werden. Diese Cribs finden sich in Hamburg, München und Berlin und bieten jeden Abend die Möglichkeit in einem schicken Ambiente ungezwungen ein wenig auf der Konsole zu "daddeln". Eine echte Alternative zum gelegentlichen Besuch im Fitnessstudio wie wir aus eigener Erfahrung sagen können.

Wii Crib Hamburg – The Art Of Gaming

Voraussetzung: Man muss wissen WO sie sich befinden und im Idealfall den Besuch vorher telefonisch ankündigen. Aber dafür gibt es kleine Plastikkarten – die sogenannten Wii ip Cards, die man auch gerne im Freundeskreis weitergeben darf.

wii ip card

 

Talkonaut bietet VOIP Telefonie und Instant Messaging auf dem Handy an

Talkonaut ist eine kostenlose Java-Applikation für Handys, die den Zugang zu verschiedenen Instant Messaging Diensten (IM) wie Google Talk für das Handy anbietet. Unter den Nutzern ist sogar Datenbasierte Telefonie über das gtalk2voip Gateway möglich. Hierfür fallen jedoch geringe Gebühren (Prepaid) an. Die Software ist für sehr viele Geräte verfügbar, macht aber natürlich erst dann richtig Sinn, wenn der User über eine Datenflatrate auf dem Handy verfügt, da die Kosten sonst schnell explodieren können. Dann jedoch ist dies eine denkbar attraktive Lösung um im bekannten Stile von Google Talk, AIM oder Yahoo! Messenger mit den Freunden in Kontakt zu bleiben.

TalkonautTalkonaut

TalkonautTalkonaut

via The Red Ferret.

Google verbessert dodgeball.com und die mobile Site

Dodgeball.com ist eine mobile social community von Google. Einigen unserer Leser dürfte der Service bereits bekannt sein, da Google die Firma bereits am 11. Mai 2005 gekauft hat und damit eines der ersten sozialen Netzwerke mit mobiler Komponente aufgebaut hat.

Dodgeball erlaubt es den Usern auf einfache Weise Nachrichten über das Handy untereinander auszutauschen und sogar Bilder und Videos zu versenden.Der Service kann momentan in über 22 Städten der USA genutzt werden und wächst zusehends.

dodgeball

Über die angelegten User-Profile werden auch neue Freunde gefunden. Die Freunde von Freunden können dementsprechend mit eingeladen werden und erweitern so auch den eigenen Freundeskreis. 

dodgeball

Ende November diesen Jahres wurde außerdem eine Patentschrift veröffentlicht: "Location-based social software for mobile devices". 

dodgeball.com/mobile

Die neue mobile site ist nun unter dodgeball.com/mobile online und vom usabillity Gesichtspunkt aus stark verbessert. Die vorher stark grafiklastige Site wurde nun besser auf Handys angepasst. Für einen Service, den man immerwieder nutzen soll, ist dies eine gute Sache.

 

 

 

Yahoo! will die Generation-Y mit mixd.com über das Handy organisieren

Yahoo! hat uns Anfang Dezember ganz still und heimlich nochmals mit einem neuen Social Networking Angebot überrascht. Überrascht deshalb, da sich das Ganze diesmal um das Mobiltelefon dreht. Per SMS (oder "txt-messaging") lassen sich spontan Gruppen mit anderen mir bekannten Freunden bilden. Zum Beispiel um sich gemeinsam zum Ausgehen für die nächsten Tage zu verabreden. Nun kann jedes Mitglied der Gruppe mit nur einer SMS an alle Anderen eine Antwort oder Infos senden. Im Hintegrund legt mixd für jede Gruppe eine Website an und sammelt dort auch alle Bilder und Videos, die die Gruppenmitglieder einsenden. So lässt sich das gemeinsame Erlebniss auch Tage später nochmals in Bild und Ton auskosten.

mixd

Einen Plan zur Refinanzierung des Angebots hat Yahoo! noch nicht. Der Dienst wird daher bisher leider auch nur in den USA angeboten. Mit einer europäischen Handynummer kommt man nicht einmal durch den Registrierungsprozess

Yahoo! hat jedenfalls für sich erkannt, das gemeinsame Erlebnisse überwiegend wohl nicht im Web stattfinden und sich Medien wie das Mobiltelefon deuttlich besser zur spontanen Nutzung eigenen. Trotzdem wird das Internet natürlich in keinster Weise überflüssig und die Integration einer eigenen und automatisch für die Gruppe generierten Seiten mit allen Bildern und Videos scheint konzeptionell gut gelungen.

Das Konzept zur Integration von Mobiltelefonen wird so langsam von der Gemeinde der Web 2.0 Aktivisten erkannt. Dementsprechend ist auch der Hype und das Medieninteresse, der sich diesbezüglich momentan ausbreitet. Eigentlich ein wenig überraschend, da es Dienste wie dodgeball.com in den USA schon etwas länger gibt.

hat in seinem Blog eine Aussage seitens Yahoo! veröffentlicht.

Yahoo spricht von einem Experiment, das an ausgewählten US-Universitäten angeboten werden soll. "Wir bieten es den Usern zunächst an, um zu sehen, wie sie das Produkt benutzen", erklärt Scott Gatz, Leiter von Yahoos Advanced Products Group. Mit dem Angebot Mixd mixd.yahoo.com soll die so genannte Generation Yers beziehungsweise Y, der Nachfolge-Generation der Generation X, angesprochen werden. Die 18- bis 26-jährigen gehören zu den intensivsten Nutzern der Datei-Funktionen ihres Mobiltelefons, wie eine Forrester-Studie ergab.

Best Practise für mobile Websites

.mobi LogoUi – was für ein Hype, der da um die, seit nicht allzu langem erhältlichen, .mobi Domains gemacht wird. Allein in den vergangenen knapp zwei Monaten wurden mehr als 218.000 .mobi-Domains in über 100 Ländern der Welt registriert. Für einzelne Domains wurden dabei bis zu $ 200.000,– gezahlt.
Eigentlich sollte es langsam Usus sein, eine mobile Website unter der gleichen Domain mit anzubieten. Meinetwegen unter der gelernten Subdomain wap.xyz.de – jetzt sollen die User also unter der xyz.mobi Domain nachsehen. Mal sehen ob der Konsument dies länderübergreifend annimmt… 

Sehr schön sind die hilfreichen Dokumente für Anbieter mobiler Websites jedoch gelungen. Wer also mit dem Gedanken spielt eine mobile Version des Unternehmensauftritts umzusetzen, der kann sich hier grundsätzliches Wissen im Konzentrat abholen. Egal ob die Seite danach unter einer .mobi Domain verfügbar gemacht wird oder nicht. Richtig professionell wird der Auftritt dann durch den Auftritt spezieller Systeme, die jedes Handy-Modell erkennen und den Auftritt ganz individuell für das Gerät aufbereiten um ein maximum an Kompatibilität und Gestaltungsfreiheit miteinander zu kombinieren. Wir nutzen solche Systeme schon länger für unsere Kunden und arbeiten aktiv an ständigen Verbesserungen. Dies wird von den zur Verfügung gestellten Dokumenten der .mobi Initiatoren natürlich nicht mit abgedeckt.

Hier also der versprochene Link zu den .mobi Guides.
Besonders empfehlenswert ist der Switch On! Web Developer Guide.

Mobile Advertising Days in München

Noch ein kleiner Sneak-Peak: Wir werden voraussichtlich einen umfangreichen Vortrag und eine Podiumsdiskussion auf den Mobile Advertising Days in München halten (25. und 26. Januar 2007). Genaueres steht noch nicht fest.

NACHTRAG: Wir haben unsere Teilnahme am Kongress aufgrund einiger Differenzen mit dem Veranstalter abgesagt.

Opel goes Mobile: Sitzt Deine Frisur?

Endlich mal wieder eine lustige Mobile Marketing Aktion mit einer genialen Mechanik! Ein indischer Mad Scientist fordert mich in einem Video dazu auf, an einem Windkanal-Test für den Opel Tigra TwinTop teilzunehmen und ruft mich aus dem Video heraus auf meinem Handy an. Wie wird das erzählt? 

Über E-mail werde ich darüber informiert, dass ein Freund etwas "ganze besonderes" für mich arrangiert hat. Mit der Aussicht auf einen attraktiven Gewinn, besuche ich den dazugehörigen Link: www.total-verfoehnt.de. Hier gebe ich meinen Vornamen, Nachnamen un meine Handy-Nummer ein und lese die Information, dass die Telefonnummer nur für diese eine Aktion genutzt und die Teilnahme zudem völlig kostenlos ist. Nun soll ich meine Haare festhalten! Ok. mache ich.

Auf der Seite startet das Video. Ein Model macht den Windkanal-Test und wird durch den Windstoß gegen eine Wand geschleudert.

Um mich zum Test einzuladen, wählt der Wissenschaftler meine Handynummer. Überraschenderweise klingelt mein Telefon plötzlich. Ich hebe ab – und der verrückte Professor spricht zu mir: Er bietet mir an, eine 14tägige Probefahrt im Cabrio zu gewinnen. Sozusagen, um meine Frisur zu testen. Sehr amüsant – und ein wirklich verblüffender Effekt. Insgesamt wirkt die Geschichte gerade am Anfang etwas verworren, da mich der Spot ein wenig auf die falsche Fährte führt. Durch den Auftitt des Models wird mir suggeriert, dass es sich möglicherweise um eine Kampagne für ein Haarpflege-Mittel geht. Das könnte etwas mehr auf den Punkt kommen. Auch der Gewinn der Probefahrt müsste nicht unbedingt sein. Schließlich macht die Idee an sich schon sehr viel Spaß. Andererseits gehörte es sicherlich zur Aufgabe, dass über diese Aktion Leads generiert werden sollen. Was sicherlich hervorragend funktionieren wird!

 

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