Interview: Coca-Cola zum Thema Mobile Marketing
Nachdem wir vor einiger Zeit schon ein Interview mit Carolin Beer veröffentlicht haben, möchten wir heute noch eines nachlegen. Wir befragten Alessandra Nicoletti, Brand Experience Manager, Coca-Cola AG, Schweiz nach ihrer Einschätzung zm Thema Mobile Marketing.
Was erwarten Sie von der Werbung im 21. Jahrhundert und wie wird ihre Marke diese Erwartungen erfüllen?
Die Art, mit dem Konsumenten des 21. Jahrhunderts in Kontakt zu treten hat sich stark gewandelt. Der TV-zentrierte Ansatz auf der Basis eines 30-Sekunden Monologs mit dem Konsumenten wird mehr und mehr übergehen zu einem multimedialen Ansatz mit einem direkten und personalisierten Dialog von wesentlich längerer Zeitdauer. Die Konsumenten in der Schweiz sind durch ihr im europäischen Vergleich überdimensioniert starkes Interesse an neuen Medien und Gadgets bereits seit Jahren sehr empfänglich - auch in der Kommunikation mit Coca-Cola. Bereits seit 2003 ist u.a. integriertes Mobile Marketing ein fester Bestandteil des Marketing-Mix in unserem Dialog mit dem Konsumenten. Und wir bauen diesen Dialog stetig aus.Vorhersagen erweisen sich in der Rückschau oft als falsch – auf welche Entwicklung würden Sie dennoch wetten?
Gemessen an der rasanten Entwicklung sind bestimmende Schlagworte: Personalisierung des Inhalts - und zwar multimedial und "on demand". Der Konsument kann also abgestimmt auf seine direkten persönlichen Bedürfnisse aktiv eine eigene Wahl treffen, womit er sich beschäftigt und was er auslässt. Er tritt selbst in den Mittelpunkt und erstellt eigene Inhalte anstatt sie vorgefertigt serviert zu bekommen. Und natürlich: All-in-one: warum viele verschiedene Gerätschaften und Medien verwenden, wenn man alles handlich in ein Gerät verpackt bekommt? Eine grosse Chance - sowohl für uns in der Kommunikation unserer Marke als auch für den Konsumenten in der Wahl des Inhalts.Markenkommunikation und Mobile Marketing: Welche Rolle kommt dem Handy in Zukunft zu?
Das Handy ist heute schon eines der zentralen Kommunikationsinstrumente und beginnt, Digitalkameras, MP3-Player und im Grunde Personal Computer in Gänze zunehmend zu ersetzen. Dadurch kann man mit dem Konsumenten zu einer Vielzahl von Themen direkt, zu jeder Zeit und an jedem Ort in Verbindung treten, wenn das Angebot seinen Bedürfnissen entspricht. Seit 2006 bieten wir über das Portal www.mycokemusic.ch eine volle Integration des Mobilportals an - d.h. unsere Konsumenten können sich auch mobil jederzeit in ihr Konto einloggen und direkt mit der Coke Währung auf eine Vielzahl von Content zugreifen, den wir Ihnen bieten.Auf welche Innovationen innerhalb Ihrer Kommunikation darf sich der Konsument in den nächsten Jahren freuen?
Ich denke, Coca-Cola Schweiz beweist seit Jahrzehnten, wie mit innovativer Konsumentenansprache eine der ältesten Marken erfolgreich von Generation zu Generation im Trend bleibt - und diesen sogar setzt. So waren wir eine der ersten in der Schweiz, die eine Musikplattform mit Downloadportal wie www.mycokemusic.ch ins Leben gerufen haben. Wir werden sicher die integrative Konsumentenansprache weiter entwickeln - und freuen uns, auch Ihre Leser zu überraschen.Welche Erkenntnis aus Ihren eigenen Mobile Marketing Aktionen würden Sie gerne weitergeben?
Wir freuen uns, dass die Konsumenten den Mehrwert, den wir Ihnen beim Erwerb einer Coke bieten, mittlerweile fest in ihren Tagesablauf eingeplant haben. Unter jedem Deckel befindet sich ein Code der u.a. mobil als Währung für den neuesten Content auf unserem Web- und Wap Portal MyCokemusic dient. Aber dieser Effekt tritt nur bei langfristiger Planung und Integration in den Marketingmix ein, bei uns in dieser Form seit Ende 2004 mit dem Launch des Musikportals www.mycokemusic.ch, das zum ersten Mal die vormals als Einzelaktionen konzipierten Kampagne integriert hat. Die Devise lautet also: Integration und Langfristigkeit.Welche Bedeutung hat Mobile Marketing in Ihrer Strategie und inwieweit wird der mobile Kanal in den Kommunikationsmix integriert?
Mobile Marketing ist schon seit mehreren Jahren ein fester Bestandteil unserer Kommunikation mit v.a. den jungen Konsumenten. Unser Wunsch ist es, Ihnen die Möglichkeit zu geben, jederzeit und an jedem Ort mit uns in Verbindung zu treten. Wenn bsw. ein junger Schweizer auf seinem Lieblingsfestival auf der Wiese liegt, den Song seines Lebens live hört, dann soll er bei uns mit der Coke Währung nicht nur die Möglichkeit haben, den Song downzuloaden sondern in eine ganze Welt um den Künstler eintreten können - und sie mit seinen Freunden zu teilen. Eine Vision die immer mehr zur Wirklichkeit wird.Welche Aktionen sind als nächstes geplant, welchen Themen wird sich ihre Marke zuwenden?
Unsere Themen sind die Themen und Leidenschaften der Konsumenten. Und wir lassen die Konsumenten zu Wort kommen und ihren eigenen Content kreieren.Wie hoch ist der Anteil für Mobile Marketing-Massnahmen in ihrem Budget heute und wie wird sich die Situation in 3 Jahren darstellen?
k.A.
Ladies & Gentleman, bitte schalten Sie die Handys ein!
Die Vorstellung, dass ein Dirigent vor dem Konzert dazu auffordert, doch bitte die Handys einzuschalten, dürfte bei dem einen oder anderen Leser ein wohliges Gruseln erzeugen. Mitunter kann daraus aber auch eine Konzertbegegnung der besonderen Art werden – so geschehen bei der Weltpremiere des "Concertino for Cellular Phones and Symphony Orchestra" von David A. Baker in Chicago. Ein "delightful" Event, wie die New York Times berichtet.
Die Idee eine solche Komposition zu beauftragen, hatte der musikalische Direkor des Chicagoer Orchestras Paul Freeman als er sich am Flughafen von Prag mit dem Chef-Dirigenten des Tcheschischen Symphonie Orchesters traf und dort den mobil telefonierenden Reisenden zuhörte. Ruhestörer, wie man sie an öffentlichen Plätzen immer wahrnimmt, die man aber normalerweise keinesfalls im Kino oder im Konzertsaal antreffen möchte. Aber warum diese nicht einmal in eine konzertante Aufführung einbinden? Frei nach dem Motto "If you can't beat them, join them."
Den Komponisten Mr. Baker hat wiederum insbesondere die Möglichkeite angesprochen, den Menschen über das Mobiltelefon ein Kontrollinstrument zu geben, um das Konzert bis zu einem gewissen Grad zu beeinflussen. Ein schöner Ansatz. Über ein Signalsystem – ähnlich der Ampel – wurden die Zuhörer aufgefordert Ihre Klingeltöne auf das Signal hin abzuspielen. Rot für die Logenbesucher, Grün für die Besucher in den unteren Rängen. Zu den Musikern gestellten sich außerdem noch drei Cellphonisten, die auf der Bühne Random-Ringtones abspielten. Dazu der Cellphonist Aaron Vandermeer, der vorher festgelegte und gespeicherte musikalischen Themen abspielte.
Eine nette Reputation für das Medium und den Jambaismus, auch wenn es sich zunächst um ein singuläres Ereignis handelt. Abgesehen davon stellt man sich die Komposition eher unattraktiv und chaotisch vor. Ein Versuch, dem alternden Klassik-Publikum mit einer kleinen Albernheit – vergleichbar mit der "Nokia Night Of The Proms" – einen zwanghaften aktuellen Bezug zu geben. Aber ich kann mich da auch irren.
Wo sind sie, die experimentierfreudigen Kunden?
Es ist wirklich eine vertrackte Sache: Da steht man völlig frei auf dem Spielfeld, bereit einen Spielzug aufzuführen, der ganz großes Kino ist – und dann wird man doch nur gebeten, den Ball schön sachte zu passen…
Nein, ganz so schlimm ist es nicht. Und vielleicht ist es auch eine Berufskrankheit, dass man ständig die Herausforderung in neuen Ideen und Konzepten sucht (gut so!). Erst Recht, wenn man angetreten ist, dem Markt mobiler Kommunikationsformen (mit guten Ideen und medienübergreifenden Mechaniken) mehr Leben einzuhauchen.
Im Moment spüren wir durchaus frischen Wind in der Branche: Es bewegt sich etwas und eine zunehmende Zahl an Werbetreibenden lässt sich nicht mehr von standardisierten Mechaniken beeindrucken.
Uns freut dies natürlich, und wir stehen jedem Werbeleiter zum offenen Gedankenaustausch zur Verfügung.
Denn wer sich vorwärts bewegen möchte, muss gelerntes manchmal hinter sich lassen – auch wenn es schwer fällt.
In der Headline steht das Wort "Experiment", denn neue Ideen können nicht vom Start weg den Anspruch erfüllen ein 100%iger Erfolgsgarant zu sein – sofern es den überhaupt irgendwo geben sollte (an dieser Stelle fallen mir Plattitüden wie "Wer wagt gewinnt" "Wer sich nicht vorwärts bewegt…" – lassen wir das…).
Vielmehr ist eine gewisse "Risikobereitschaft" auf Kundenseite von nöten, um im kleinen Rahmen Zielgruppen gerechte Konzepte zu entwickeln und diese dann im großen Massstab Erfolg versprechend einzusetzen. Wer von den Agenturen Marktforschungen einfordert, die eine Wirksamkeit belegen, sollte sich klar machen, das solche Erkenntnisse oft nur aus dem kombinieren verschiedenster Fakten, Studien und Erhebungen gewonnen werden können und der oft fehlende Zusammenhang den Sinn in Frage stellen dürfte.Daher: Wer neue Ideen sucht, sollte Mut besitzen und sich trauen mit überschaubaren Projekten neue Wege zu beschreiten.
Eines wird dabei schnell klar: Technik darf nicht mit Idee verwechselt werden. Wer ausruft: "Wir haben eine Idee – wir machen ein WAP-Portal!", hat die Aufgabe noch nicht gelöst.
Und noch etwas fällt auf: Die Kreativstärken des Handys liegen in der Kombination mit anderen Medien. Wer überraschende Kommunikation betreiben möchte, sollte den mobilen Kanal nicht isoliert betrachten, sondern weitere Medien und Kanäle mit in Erwägung ziehen. Betrachten wir das Mobiltelefon doch einfach mal als "Fernbedienung"…
Je früher das Mobiltelefon daher in die Ideenfindung mit einbezogen wird, desto attraktiver wird sich das Ergebnis gestalten.
Interview: Sony Pictures zum Thema Mobile Marketing
Im Zuge der Recherchen für "Brand's New Toy" haben wir natürlich diverse Interviews mit interessanten Ansprechpartnern auf Unternehmensseite geführt, um deren Sichtweise auf das Thema einzufangen. Das ein oder andere Interview werden wir im Blog verfügbar machen.
Dieses Interview haben wir mit Carolin Beer, New Media Manager, Sony Pictures Releasing GmbH geführt.
Unsere Fragen sind fett hervorgehoben.
Was erwarten Sie von der Werbung im 21. Jahrhundert und wie wird ihre Marke diese Erwartungen erfüllen?
Werbung im 21. Jahrhundert sollte die Konsumenten auf eine informative, unterhaltsame aber auch innovative Art in die emotionale Welt der jeweilig beworbenen Marke entführen. Der Kinoverleih Sony Pictures bewirbt keine Marke, sondern vermarktet Kinofilme für ganz unterschiedliche Zielgruppen. Um diese unterschiedlichen Zielgruppen bestmöglich anzusprechen, werden entsprechend unterschiedliche Marketing-Ansätze verfolgt. Die aussergewöhnlichen und unterhaltsamen Aspekte eines jeden unserer Kinofilme in den Vordergrund zu stellen, ist dabei der Kern unserer Marketing-Kampagnen.Vorhersagen erweisen sich in der Rückschau oft als falsch – auf welche Entwicklung würden Sie dennoch wetten?
Auf eine weiterhin stetig wachsende Nutzung des Internets und mobiler Anwendungen durch eine breite Bevölkerungsgruppe, so dass die Organisation unseres Alltags mittels Web und Mobile noch selbstverständlicher wird.Markenkommunikation und Mobile Marketing: Welche Rolle kommt dem Handy in Zukunft zu?
Mobile Marketing sollte ein selbstverständlicher Bestandteil des Marketing-Mixes werden.Auf welche Innovationen innerhalb Ihrer Kommunikation darf sich der Konsument in den nächsten Jahren freuen?
Auf Online- und Mobile-Kampagne, die verstärkt mit Streaming Content und interaktiven Elementen arbeiten.Welche Erkenntnis aus Ihren eigenen Mobile Marketing Aktionen würden Sie gerne weitergeben?
Der Erfolg einer jeden Mobile Kampagne ist sowohl von der Qualität und Aktualität der verwendeten Adressen als auch vom Kreativ-Konzept abhängig.Welche Bedeutung hat Mobile Marketing in Ihrer Strategie und inwieweit wird der mobile Kanal in den Kommunikationsmix integriert?
Mobile Marketing ist ein wichtiger Bestandteil unserer Kommunikation, wenn wir Filme für eine junge Zielgruppe vermarkten, bei denen ein Interesse an Entertainment, Mobile, Games und Technik vorausgesetzt werden kann.Welche Aktionen sind als nächstes geplant, welchen Themen wird sich ihre Marke zuwenden?
Kinofans dürfen sich in 2006 u.a. auf zwei Kino-Blockbuster aus dem Hause Sony Pictures freuen: Auf den Animations-Film 'Jagdfieber', mit den sympatischen Helden Boog und Elliot, die ab dem 9. November die Kino-Leinwände erobern werden. Und auf den nächsten James Bond mit Daniel Craig in der Hauptrolle: 'Casino Royale' kommt am 23. November in die deutschen Kinos. Mehr Infos zu den Kinofilmen aus unserem Hause unter www.sonypictures.de.Wie hoch ist der Anteil für Mobile Marketing-Massnahmen in ihrem Budget heute und wie wird sich die Situation in 3 Jahren darstellen?
k.A.
Volks-Paparazzi jagen BILD Chef!
Massenmedium trifft Massenmedium. Darüber, dass BILD die massenhafte Verbreitung von Handy-Kameras bereits seit geraumer Zeit zu Werbe- und Content-Verwertungszwecken nutzt, darüber ist hier schon zurückhaltend berichtet worden. Die Volkspaparazzi-Aktion ist eine irgendwie folgerichtige Massnahme. Aber leider auch eine wenig sympathische.
Auch tauchte hier schon vorsichtig der (wahrscheinlich ursprünglich vor einigen Wochen in der Süddeutschen Zeitung geäußerte) Vorschlag auf, die Situation einfach umzumünzen und den Initiator der Aktion, nämlich den BILD Chef Kai Diekmann in allen Lebenssituationen aufzulauern und abzulichten. Jetzt wird's allerdings Ernst für die BILD Mädels und Jungs. Im guten alten BILD Jargon ruft BILDblog dazu auf, den Initiator zum Beispiel bei "Nasenbohren", "frisch verliebt auf Sylt" oder beim "Shopping" zu fotografieren. Mehr Informationen findet man dazu hier.
Selbstverständlich ist dieser Aufruf ebenso verurteilenswert wie die BILD Aktion. Natürlich. Teilnehmer dieses Fotoshootings müssen leider auch auf den lächerlichen Presseausweis verzichten, den die BILD Zeitung ihren Lesern als Dreingabe zum Selberbasteln anbot. So wie damals in der Mickey Mouse. Oder im YPS Heft.
N24 sucht Augenzeugen mit Video-Handy
Wer sich selbst als talentierten Handyvideo-Filmer oder Handy-Fotograf bezeichnen würde und immer wieder in ungewöhnliche Situationen gerät, der sollte sich vielleicht den folgenden Aufruf von N24 ansehen.
Wie man sieht, zieht die Idee des "Consumer Generated Content" so langsam auch hierzulande ihre Kreise. Nachdem in den USA schon Fernsehsender wie current.tv existieren, die ihr gesamtes Programm von den Usern erstellen lassen, konnte sich wohl auch ein Nachrichtensender wie N24 dieser Thematik nicht weiter verschließen.
Auch im Buch "Brand's New Toy" gehen wir auf dieses spannende Thema natürlich dediziert ein.
Web 2.0 mobilisiert mobile Inhalte
O.K. – es ist soweit. Der Web 2.0 Hype ist nun endgültig auch im Bereich "Mobile" angekommen.
Aber bitte: Wir möchten nun wirklich nicht gleich "Mobile 2.0" hören. Weshalb auch? Hier hat sich ja nicht soviel geändert. Bisher jedenfalls. Wer weiß – vielleicht werden wir selbst das "Mobile 2.0"-Zeitalter ja noch ausrufen. Dieses Jahr jedoch nicht mehr. Versprochen!
Bis dahin gibt es ein kleines Update, was im Internet so alles rund um unser liebstes Kommunikationsgerät (richtig: Das Handy!) entstanden ist. Viel Spaß beim anmelden, ausprobieren und bookmarken.
Mobunga: Sammelstelle für mobile Videos
Auf Mobunga werden Links zu Videos für iPod, PSP und Mobiltelefone per Thumbnail und kurzer Beschreibung aufgelistet und können bewertet, kategorisiert und mit anderen geteilt werden.
http://www.mobunga.com/
Fonpods: Podcasts auf dem Handy
Fonpods ist ein (bis auf die Mobilfunkgebühren) kostenloser Service, mit dem man Podcasts auf dem Handy abspielen kann. Man ruft dazu eine Nummer an und wählt den gewünschten Podcast aus seinen Favoriten aus.
http://www.fonpods.com
Jajah: Gratis Telefonie
Auf Jajah können angemeldete User untereinander gratis telefonieren, und zwar mit dem normalen Festnetztelefon. Für nicht-angemeldete User und neuerdings auch für Mobiltelefonie gibt es günstige Tarife. (Für die Mobiltelefonie muss eine spezielle Software installiert werden)
http://www.jajah.com
Smartpox: Community mit Bezug zur Offline-Welt
Smartpox arbeitet nach dem selben Prinzip wie Semapedia. URLs, E-Mail-Adressen und Telefonnummern können in eine Barcode-ähnliche Darstellung umgewandelt, (ausgedruckt) auf realen Gegenständen angebracht und per Mobiltelefon mit entsprechender Software eingelesen werden. Rund um diese Thematik ist eine Community mit den üblichen Kontakt/Kommentarfeatures gebaut.
http://www.smartpox.com
LogMyJourney: Sicherheit auf Reisen erhöhen
LogMyJourney ist ein Dienst aus England, mit dem man auf Reisen Textnachrichten in ein spezielles “Log” senden kann. Dadurch kann man jeweils festhalten, wo man gerade ist oder z.B. in welches Taxi man gerade gestiegen ist und erhöht die eigene Sicherheit, da Angehörige so immer den Status der Reise mitverfolgen können.
http://www.logmyjourney.com
Rebtel: Auslandstelefonate verbilligen
Rebtel ist ein Dienst, der zwei Telefon-Gesprächspartnern (Mobil oder Festnetzt) in unterschiedlichen Ländern lokale Nummern zuweist, per VoIP eine Verbindung herstellt und dadurch eine günstige Alternative zu Roaming-Tarifen anbietet.
http://www.rebtel.com
Hotxt: Neue Form der SMS-Nachrichten
Hotxt ist ein Dienst aus England, mit dem man (nach Installation einer Software auf dem Mobiltelefon) SMS-Nachrichten über GPRS verschicken kann. Die Nachrichtenlänge ist dabei nahezu unbegrenzt und die Kosten sind deutlich geringer als bei normalem SMS-Versenden. Zusätzlich kann man noch festlegen, von wem (und von wem nicht) man Nachrichten bekommen möchte.
http://hotxt.co.uk
zeec: Bild- und Filmcommunity mit mobilen Features
Fotohandy- und Digitalkamera-Besitzern bietet zeec ein Forum, um persönliche Erlebnisse in Form von Bildern und Filmen mit Freunden zu teilen. Registrierte Benutzer können auf Community Funktionen zurückgreifen. Hinzu kommt Unterstützung für nahezu jedes Mobiltelefon, z.B. per Nokia Lifeblog.
http://www.zeec.de
SoonR: Zugriff auf den PC per Mobiltelefon
Mit Soonr kann man (eine Desktop-Software, die auf dem PC installiert sein muss, vorausgesetzt) gesichert mit dem Mobiltelefon auf seinen Home-PC zugreifen. Möglich ist auch eine Nutzung von Outlook und Skype.
http://www.soonr.com
Portable Playlist: Online Audio Player
Mit Portable Playlist kann man Playlists seiner Lieblings-Podcasts und Audiofiles erstellen und von jedem Computer mit Internetzugang zugreifen.
http://www.portableplaylist.com
Webaroo: Offline Suchmaschine
Webaroo speichert relevanten Content in sogenannten “Web Packs”, die man auf seinen PDA oder Mobiltelefon herunterladen kann, um dann darin offline nach Inhalten suchen zu können.
http://www.webaroo.com
Where: Mobile Community
Where ist eine Community, bei der man Fotos von Mobiltelefonen einstellen, nachbearbeiten und anderen zeigen kann. Über eine MySpace-Integration können Diashows erstellt werden.
http://www.where.com
Rabble: Moblog Community
Rabble stellt eine Applikation für Handys zur Verfügung, über die man unterwegs Berichte, Fotos und News zu lokalen Themen erfassen und in eigenen “Channels” publizieren kann. [Momentan nicht im deutschsprachigen Raum verfügbar]
http://www.rabble.com
LifeLogger: Weblog-Service
LifeLogger ist ein gehosteter Blog-Service mit Foto-, Video- und Audio-Sharing, Privatnachrichten und Mobile-Integration. Kostenlos bei bis zu 100MB pro hochgeladener Datei und insgesamt 150 Dateien/Monat.
http://www.lifelogger.com
Semapedia: Wikipedia-Artikel über Semacodes mit realen Objekten verknüpfen
Mit Semapedia kann man Wikipedia-Artikel mit einem Barcode-ähnlichen Muster verknüpfen. Dieses Muster kann man ausdrucken und an den zum Artikel passenden Orten platzieren. Dort können dann Interessierte mit einem Foto-Handy das Muster fotografieren und sich mit Hilfe einer speziellen Software den entsprechenden Wikipedia-Artikel im Handydisplay anzeigen lassen.
http://www.semapedia.org
Diese und weitere Web 2.0 Konzepte jeglicher Art findet man gut geordnet auf dieser Seite.
Das Einweg-Telefon
Im November 1999 schon reichte Randice-Lisa "Randi" Altschul diverse Patente zu einer, für das Marketing sehr spannenden Erfindung ein: Das Einweg-Telefon. Es ist so groß wie eine Kreditkarte und so dick wie drei aufeinander gelegte Karten. Technisch ist es höchst simpel aufgebaut und basiert vornehmlich aus Papier und aufgedruckten Schaltungen. somit ließe es sich individuell gestalten und günstigst aller Arten von Werbesendungen beilegen. Das Telefon kann mit Guthaben aufgeladen werden, dieses ermöglicht ca. 60 Minuten lange Telefongespräche. Sonst nicht viel mehr – aber das war wohl auch nie vorgesehen.
Aus einem Artikel der New York Times:
Indeed, Ms. Altschul says her phone, which wouldn't require any entangling contracts or billing agreements, would appeal primarily to children, to harried mothers and to travelers who don't want to have to worry about keeping track of yet another expensive electronic device.She estimates that a phone with 60 minutes of air time could be produced for about $14 and would retail for about $20 — perhaps not through normal retail channels, but, rather, as a marketing gimmick. To lure more lunch customers, for example, a restaurant like McDonald's might sell, at cost, a phone imprinted with the golden arches logo.
Warum jedoch wurde diese Erfindung noch nicht in kreative Kampagnen oder Aufsehen erregende Aktionen integriert? Uns würde es nicht überraschen, wenn es doch noch einige Stolpersteine mit den einzelnen Netzbetreibern zu lösen gäbe. Denn auch wenn das Telefon nur ausgehende Textnachrichten und Anrufe unterstützt und somit auch keine eigene Telefonnummer bräuchte, müsste doch zumindest geklärt werden, in welchem Netz das Telefon sich anmeldet und wie eine Gebührenverrechnung funktioniert.
Und wenn es funktioniert?
In welcher Form würde sich das Einweg-Telefon für Kampagnen eignen?

Google bietet AdWords auf Handys an
Google hat das AdWords Programm nun auf die mobile Version der Google Website für Handys und PDA's ausgedehnt. Die Anzeigen werden oberhalb und unterhalb der Suchergebnisse angezeigt und verlinken direkt auf die mobile Website des Werbepartners. Und sogar ein direkter Anruf bei dem Werbepartner ist, via Click-To-Call möglich. Damit können Unternehmen Werbung schalten, die mobile Nutzer direkt per Klick an eine Telefonnummer oder eine Handy kompatible Website weiterleitet.
Was ist eine Handy kompatible Website?
Darunter versteht man Websites die zumindest für eines der aufgeführten Protokolle optimiert wurden:
- XHTML (WAP 2.0)
- WML (WAP 1.2)
- CHTML
Wie werden mobile Ad's bei Google geschaltet?
Das schalten der Textwerbung ist genauso einfach wie das Schalten der AdWords, es funktioniert über die gleichen Masken im AdWords Programm. Für diese Werbeform sind Bilder erneut ausgeschlossen und es gelten AdWords typisch folgende Zeichenbegrenzungen.
- 18 Buchstaben für die Headline
- 18 Buchstaben (ohne Umbrüche) als Copy-Text
- 20 Buchstaben für den angezeigten Link oder die Telefonnummer
Aufgrund der noch geringen Anzahl an Werbetreibenden sind die Kosten momentan noch sehr gering. Die meisten Begriffe lassen sich schon für ca. 10 Cent pro Klick oder Anruf buchen.
Für welche Firmen ist das Angebot interessant?
Google selbst gibt das Versandhaus Otto als einen der ersten großen Kunden für die mobile Text-Werbeform an. In erster Linie scheint das Angebot aber für Companies mit gut ausgebauten mobilen Webportalen, wie zum Beispiel die Portale der TelCos, interessant zu sein. Auf diesem Weg werden User die mit ihrem Handy im Netz unterwegs sind und beispielsweise nach mobilen Video-Streams suchen direkt zum Ziel geführt.
Aber auch für Promotion-Aktionen scheint sich die Werbeform aufgrund der momentan noch günstigen Konditionen zu eignen.
Und auch sehr viel kleinere Firmen können großen Nutzen aus der Werbeform ziehen. Firmen die oft noch nicht einmal eine Website haben und auch keine benötigen. Man muß sich dabei die Situation des Nutzers vor Augen führen. Die einen nutzen ihr Mobiltelefon um das Web zu durchsurfen, um ganz spezifisch Inhalte für das Gerät zu finden. Andere sind unterwegs und haben momentan keinen Internetzugriff über einen Computer. Wenn man sich diese Situation vor augen führt, wird schnell klar, dass auch Angebote wie Schlüsseldienste, Nachtclubs, Bars oder Taxi-Zentralen von dieser Situation profitieren können.
Auch wenn wir momentan noch niemanden raten würden, allzuviel Hoffnung auf neue Kunden in die mobilen AdWords von Google zu legen, sind die Einstiegsbarrieren so niedrig, das wir mit gutem Gewissen raten es einfach auszuprobieren. Es spricht nichts dagegen, solange man ein relevantes Angebot für die mobilen Bedürfnisse hat.
Für Google scheint sich das Geschäft jedenfalls jetzt schon zu rentieren. Nach Angaben von Google-Vorstandschef Eric Schmidt verdient Google in Japan, wo der Test schon seit April läuft, mit den sogenannten Mobile Ads bereits mehr Geld mit Mobilfunkwerbung als mit Anzeigen im Internet.Jetzt will Google will das Engegement auf mobilen Geräten natürlich weiter ausbauen. "The mobile advertising market should be, eventually, more successful than the fixed market," erläutert Schmidt. "A year from now, hopefully, we will have integrated offerings that target the person and the phone."
Familienportrait eines Diebes
Ein Mobiltelefon wurde gestohlen. Leider nichts Besonderes. Doch in diesem Fall hat der "neue Besitzer" als Zeichen der Dankbarkeit einige Tage später gleich noch ein nettes Familienportrait gesendet.
"My cell phone was stolen last Friday. I had it disconnected and arranged to get a replacement. It had been set up with the excellent service from ShoZu to automatically upload all pictures taken with the phone to Flickr. So today, completely surprisingly, I find pictures on my Flickr account of the family of the person who took the phone. I’m not sure they knew what was happening (they replaced the SIM card with their own, clearly, but probably didn’t notice ShoZu)"
Den vollen Blog Eintrag auf mocoblog gibt es hier.
