3mal so coole Videos

Ich bin gerade durch Zufall auf eine sehr nette kleine Seite gestoßen. Eigentlich suchte ich eine dieser youtube video walls (wie z.B. diese hier) um in Zukubft gute Videos zu bestimmten Themen übersichtlich im Blog einzustellen. Dummerweise sind die Video Walls die ich bisher gefunden habe meist zum “entdecken” neuer Videos ausgelegt und weniger als übersichtliche Sammlung. Ich würde gerne alle einthaltenen Videos selbst definieren können und nicht nur einen BEgriff zu dem das System die Videos selbst raussucht. Also wird wohl einfach etwas Handarbeit gefragt sein…
Aber eigentlich wollte ich ja folgendes vorstellen: Die Website eines feinfühligen Cutters, der vorhandene Filmschnipsel auf einem 3fach Splitscreen in neuen Zusammenhang gebracht hat. Teilweise sind sie etwas langatmig geraten – aber ansonsten sehr amüsant.
Zum Beispiel dieser hier (Kommentar: leider lässt sich anscheinend nicht bestimmen, welcher der Filmchen dargestellt wird. Das System wählt wohl immer den neuesten aus dem Archiv aus. Schade, andere sind noch besser. –trotzdem):
Mehr dazu gibt es hier: www.bru-ray.com
Also ansehen und sich daran freuen. Einen Videocast gibt es auch über iTunes. Hier abonnieren.
Honda “Test Drive” mit Quartz Composer für MacBooks

Über das Blog von C-Scout bin ich heute mal wieder auf eine schöne Umsetzung eines kreativen Programmierers aus Brasilien gestoßen. Raul Arantes hat für Honda eine virtuelle Testfahrt als Screensaver für MacBooks programmiert (bzw. ist dabei). Das besondere die Steuerung funktioniert über den im MacBook eingebauten “Sudden Motion Detector“.
Advertiser: Honda
Product or Service: Honda Motorcycles
Creative Director: Sergio Valente/Julio Andery
Art Director, Designer, Developer: Raul Arantes
Die Programmierung selbst scheint dabei relativ trivial. Im Endeffekt sind es zwei Layer: Eine Hintergrundebene die mir das Gefühl vermittelt auf einer abstrakten Strasse oder in einem Tunnel zu fahren (vorbeifliegende Elemente wie Wände, etc.) und eine Vordergrundebene mit dem Lenker des Bikes. Beide Ebenen richten sich aufgrund der Sensordaten des SMS aus und vermitteln so ein wahrscheinlich recht interessantes Gefühl für eine Motorradfahrt.
Das Ganze funktioniert natürlich nur auf MacBook. Und damit kommen wir zur wirklich interessanten Frage:
Lohnt sich der Aufwand?
Einerseits ist die Zielgruppe natürlich stark beschnitten, da alle PC-User und auch die User von Mac Desktop Rechnern ausgeschlossen werden.
Andererseits ist das Produkt sehr “sexy” was innerhalb der Zielgruppe wahrscheinlich einen recht hohen Anteil der User zum Download des Screensavers bewegen würde.
Und natürlich nicht zu verachten: Der PR-Effekt durch positive Berichterstattung, da es sich um “was neues” handelt.
Im Endeffekt kann es wirklich sein, das es sich sogar wirtschaftlich lohnt, etwas spannenderes für eine stark eingeschränkte Zielgruppe zu entwickeln, als einfach einen weiteren “langweiligen” Screensaver.
Ich denke: Lohnenswert!
Weitere Anwendungen:
Bubbleym (erstes Spiel das den Sudden Motion Sensor nutzt)
SMS Rotate (dreht den Bildschriminhalt je nach Lage des MacBook)
Carpenters Level (virtuelle Wasserwage als Widget)
I love Processing.

Wie der Eine oder Andere vielleicht schon weiß, bin ich ja ein großer Processing Fan. Korrigiere: Ich bin ein großer Fan von dem, was talentierte, kreative Entwickler mit Processing so alles umsetzen.
Aktuell sind es zumeist noch rein visuell kreative und eher künstlerisch anmutende Experimente, die umgesetzt werden, doch mit jedem weiteren Entwickler der sich mit der Programmierumgebung befasst, wird es spannender. Für uns, die immer nach Inszenierungsmöglichkeiten für Brands suchen, tut sich damit eine enorm interessante Welt auf an ungesehenen Visualisierungen und spaktakulären Interaktionsformen auf.
Ein tolles Beispiel für den konkreten werblichen Einsatz ist das viral video für den Audi TT.
Als ich es das erste mal gesehen habe, bin ich selbst davon ausgegangen, das es in 3D mit C4D oder Maya gemacht wurde. Doch irgendwie war der Look nicht typisch. Außerdem wäre es eine wirklich enorme Arbeit gewesen. Also habe ich etwas gestöbert und auch prombt eine überraschende Antwort gefunden: Das gesamte Video wurde “programiert” und in Processing gerendert.
“Faszinierend”, wie Mr. Spock sagen würde.
Die Idee dafür kommt übrigens von dem sehr coolen Studio UniversalEverything, die mir selbst ein Vorbild im Bereich der experimentellen Ideen sind. Umgesetzt wurde es von Karsten Schmidt, alias “Toxi“, der sich in der Szene schon einen wirklich guten Namen gemacht hat.
Be kind rewind (unsweeded)

Wie konnte dieser Film bisher an mir vorbei gegangen sein?
Ein Bekannter hat mich letztens am Telefon gefragt ob ich “Bekine Revine” (wir hatten eine schlechte Telefonverbindung und er hat undeutlich gesprochen) schon gesehen habe. Spontan antwortete ich wahrheitsgemäß: “Noch nicht” – dass ich keinen Schimmer hatte, wovon er sprach habe ich nicht erwähnt. Ich dachte mir, vielleicht erschließt es sich ja noch im Kontext …
(Wie hätte ich auch – er hatte ihn selbst gerade vorab auf der Berlinale gesehen …)
Eigentlich wollte er aber auf etwas anderes heraus und meinte dann auch gleich “… ob ich mir scho diese ganze ‘Sweeded’ Sachen reingezogen habe?”
O.K. – jetzt musste ich passen. Es hat sich nichts im Kontext erschlossen und ich musste anmerken das ich keine Ahnung hatte worüber er gerade spricht.
Ich wurde aufgeklärt das es nicht “Bekine Revine” heissen sollte sondern “Be Kind Rewind” und dies ein Kinofilm ist:
Jack Black spielt darin einen Mann, dessen Hirn magnetisiert wird, wodurch er unabsichtlich jedes Tape in der alten VHS (!) Videothek seines Freundes (Mos Def) löscht. Ein exsistensbedrohender Schlag für die kleine Videothek. Um die beste Kundin des Ladens (eine ältere Lady mit ersten Demenzanzeichen) trotzdem zufriedenzustellen, drehen die beiden Freunde die in der Videothek verlangten Filme einfach nach …
Ein Plan, der aleine schon für viel Filmspaß bei diesen Schauspielern sorgt.
Aber um den Film alleine geht es ja gar nicht (trotzdem ansehen!). In einer Szene hatten sich einige Jungs aus der Nachbarschaft Ghostbusters in der Videothek ausgeliehen und bemerkten natürlich den “Schwindel”. Doch anstatt zu meckern meinten sie das es eine coole Filmversion sei. Jack Black äußert darauf das sie die Filme etwas “versüßt” (=sweetened) hätten. Sein gegenüber versteht “verschwedet” (=sweeded) Anscheinend gefällt ihm die Idee die Filme nach “schwedischen Vorbild” neu abgedreht zu haben. Anscheinend scheint es hier widersprüchliche Aussagen zu geben. Anscheinend muss ich mir den Film selbst mal schleunigst ansehen. Jedenfalls wurde der Begriff “sweeded” in dem Film geprägt für nachgedrehte Filmvorlagen mit improvisierten Hilfsmitteln.

Und anscheinend gefällt die Idee einer ganz enormen Anzahl von US-Bürgern, die sich nun dran gemacht haben alle möglichen Filmausschnitte, Nachrichten-Videos und Kulturereignisse selbstständig zu “verschweden”.
Eine schnelle Google Suche fördert einiges zu Tage. Oder auch direkt auf der Filmwebsite.
Noch konkreter: Eine Group auf YouTube.
Teilweise kommen dabei auch recht aufwändige Werke heraus:
Also: Unbedingtmal ein paar ansehen.
Bei dem einen oder anderen Video lohnt es sich!
Ich freue mich über besonders schöne Fundstücken in den Kommentaren!
Vergänglich: Der wunderschöne DVEIN Trailer für TOCA ME

Den Trailer zur diesjährigen TOCA ME Designkonferenz 2008 hat das junge Team von DVEIN (Spanien) gemacht.
Das Video gibt es als QT Film bei DVEIN direkt oder auch hier zum ansehen.
Wer es auf YouTube findet (Carlos Pardo Ros, Fernando Dominguez or Timoteo Guillem could you upload your trailer to any video platform and share the link to embed? Would be great to show directly!) sagt bescheid!
Motionographer hat auf der TOCA ME mitgeschrieben was die Jungs selbst zu ihrem Trailer sagten:
The TOCA ME crew contacted us to make the opening titles for this year’s event. The theme was “Beyond Surface”, and they wanted to go beyond each of the artists invited to the conference, to know their processes and thoughts. Opening title’s are very type based and we used type to represent each of the artists and go “beyond” them.
Alex Trochut designed a monogram for each of the speakers in the conference and we created a journey going from inside out revealing the monograms as characters of the whole piece.
Besonders schön finde ich: Was nach CG aussieht ist zum großteil konventionelle Bastelarbeit. Seht euch die “Behind-the-scenes”-Bilder an.
Dies hier, dieses und dieses!
Das etwas andere Callgirl
Oder: Wie man aus einem konventionellen TV-Spot etwas Besonderes macht.
Man nehme:
- einen TV-Spot
- eine Microsite
- eine Telefonnummer
Zubereitung:
Zunächst einmal entwickeln wir die Microsite (in diesem Fall für unseren Kunden CASIO). Dort integrieren wir neben vielen anderen Features den TV-Spot, den unsere Partneragentur "Heye," entwickelt und produziert hat. Diesen Spot können sich die Besucher unserer Seite anschauen, herunterladen und, jetzt kommt‘s: als interaktiven Spot anschauen. Dazu muss lediglich vorab eine Handynummer (oder Festnetz) angegeben werden, unter der man gerade erreichbar ist. Und dann geht es auch schon los:
Zu Beginn läuft der interaktive Spot genauso ab, wie der konventionelle. Am Ende jedoch wartet die Hauptakteurin, ein wirklich rassiges und heißes Supergirl, darauf, dass der User an sein Handy geht, das in diesem Moment tatsächlich klingelt!!! Doch damit nicht genug: Greift der User nun zu seinem Mobiltelefon, spricht die brasilianische Schönheit auch noch mit ihm wie in einer Videotelefon-Konferenz.
Damit das Ganze aber nicht nur Spaß macht, sondern auch den Absatz der CASIO wave ceptor Funkuhren aus der Dynamic Collection ankurbelt, hält das Supergirl dem User ganz zum Schluss noch ein Schild vor den Bildschirm, auf dem die Adresse des nächstgelegenen CASIO Händlers geschrieben steht. Natürlich zum Sofort-Ausdrucken und mit persönlichem Lippenstift-Kussmund versehen.
Und wer jetzt Lust auf ein heißes Videotelefonat bekommen hat, schaut sich den Spot durch Klick aufs Bild am Besten mal selbst an:
Hier der englische TV-Spot:
Google verbessert dodgeball.com und die mobile Site
Dodgeball.com ist eine mobile social community von Google. Einigen unserer Leser dürfte der Service bereits bekannt sein, da Google die Firma bereits am 11. Mai 2005 gekauft hat und damit eines der ersten sozialen Netzwerke mit mobiler Komponente aufgebaut hat.
Dodgeball erlaubt es den Usern auf einfache Weise Nachrichten über das Handy untereinander auszutauschen und sogar Bilder und Videos zu versenden.Der Service kann momentan in über 22 Städten der USA genutzt werden und wächst zusehends.
Über die angelegten User-Profile werden auch neue Freunde gefunden. Die Freunde von Freunden können dementsprechend mit eingeladen werden und erweitern so auch den eigenen Freundeskreis.
Ende November diesen Jahres wurde außerdem eine Patentschrift veröffentlicht: "Location-based social software for mobile devices".

Die neue mobile site ist nun unter dodgeball.com/mobile online und vom usabillity Gesichtspunkt aus stark verbessert. Die vorher stark grafiklastige Site wurde nun besser auf Handys angepasst. Für einen Service, den man immerwieder nutzen soll, ist dies eine gute Sache.
Opel goes Mobile: Sitzt Deine Frisur?
Endlich mal wieder eine lustige Mobile Marketing Aktion mit einer genialen Mechanik! Ein indischer Mad Scientist fordert mich in einem Video dazu auf, an einem Windkanal-Test für den Opel Tigra TwinTop teilzunehmen und ruft mich aus dem Video heraus auf meinem Handy an. Wie wird das erzählt?
Über E-mail werde ich darüber informiert, dass ein Freund etwas "ganze besonderes" für mich arrangiert hat. Mit der Aussicht auf einen attraktiven Gewinn, besuche ich den dazugehörigen Link: www.total-verfoehnt.de. Hier gebe ich meinen Vornamen, Nachnamen un meine Handy-Nummer ein und lese die Information, dass die Telefonnummer nur für diese eine Aktion genutzt und die Teilnahme zudem völlig kostenlos ist. Nun soll ich meine Haare festhalten! Ok. mache ich.
Auf der Seite startet das Video. Ein Model macht den Windkanal-Test und wird durch den Windstoß gegen eine Wand geschleudert.
Um mich zum Test einzuladen, wählt der Wissenschaftler meine Handynummer. Überraschenderweise klingelt mein Telefon plötzlich. Ich hebe ab – und der verrückte Professor spricht zu mir: Er bietet mir an, eine 14tägige Probefahrt im Cabrio zu gewinnen. Sozusagen, um meine Frisur zu testen. Sehr amüsant – und ein wirklich verblüffender Effekt. Insgesamt wirkt die Geschichte gerade am Anfang etwas verworren, da mich der Spot ein wenig auf die falsche Fährte führt. Durch den Auftitt des Models wird mir suggeriert, dass es sich möglicherweise um eine Kampagne für ein Haarpflege-Mittel geht. Das könnte etwas mehr auf den Punkt kommen. Auch der Gewinn der Probefahrt müsste nicht unbedingt sein. Schließlich macht die Idee an sich schon sehr viel Spaß. Andererseits gehörte es sicherlich zur Aufgabe, dass über diese Aktion Leads generiert werden sollen. Was sicherlich hervorragend funktionieren wird!
Mobile Content statt neuer Songs: Mobo Celebs
Unter dem Wahlspruch "Pick a celeb… and join today" wirbt der Dienst Mobi Celebs seit geraumer Zeit für mehr Subscriber. Geboten werden private Foto-Alben zum Download, die halbwegs bekannte Bands und Solisten selbst mit ihrer Handy-Kamera aufgenommen haben und die dann auf die Handys der Konsumenten versendet werden. Eigentlich die perfekte Ergänzung zu neuen nichtssagenden Songs. Tatsächlich ist dort aber nicht sehr viel los.
Warum wir diesen Dienst trotzdem erwähnen? Nun, eigentlich ist die Idee, bekannte Gesichter zur Produktion von eigenen Mobile Content zu gewinnen gar nicht mal so schlecht. Die Personen müssten halt nur interessant sein und dass, was sie zu zeigen haben, müsste ebenso spannend sein. Wie wäre es mit einem Foto-Album von Lars von Trier? Das würden wir uns zum Beispiel sehr gerne ansehen. Noch viel lieber sogar ein Mobile Video, welches ideal zum (mittlerweile allerdings aufgegebenen) Dogma-Stil es dänischen Regisseurs passen würde.
Mehr Informationen – hier.
Web 2.0
Auch wenn wir mit diesem Blog die Aufmerksamkeit auf die mobile Zukunft legen – das Internet bleibt die wichtige Basis jeglicher Interaktivität. Trotzdem lohnt es sich wahrscheinlich die Diskussion um das jetzt schon legendäre Thema "Web 2.0" zu verfolgen. Vielleicht wird der ein- oder andere hier ja noch inspiriert? Jedenfalls bieten fast alle Projekte eine sehr gute Basis für zukünftige mobile Anwendungen und Ideen.
Wir haben dazu gerade entdeckt, das sevenload viele spannende Videos von Präsentationen und Keynotes auf Konferenzen und Kongressen zu dem Thema hostet.Aber Achtung:Manche Videos laufen bis zu einer Stunde – am besten also schonmal einen bequemen Platz vor dem Bildschirm einnehmen oder noch besser auf einen verregneten Tag warten.
Link zu allen Videos des Web 2.0 Konfgresses im Haus von SinnerSchrader.

