Woher kommst du?

Wir arbeiten gerade an spannenden Online Projekten, bei denen wir auf experimentelle Weise mit dynamischen Daten arbeiten. Beispielsweise möchten wir das aktuelle Wetter (Temperatur, Sonne oder Regen, etc.) am Standort des Nutzers nutzen um Produkte die zur Stimmungslage passen anzubieten.
Grundlage dafür ist zuerst einmal die Notwendigkeit, den Aufenthaltsort des Users ausfindig zu machen. Hierfür gibt es eine tolle API von hostip.info. Über einfache GET Aufrufe lässt sich der Aufenthaltsort des Nutzers bestimmen.
Beispiel: Mein Land und die Stadt erkennen!
Beim Aufruf des Links wird die IP Adresse des Clients ausgelesen und lokalisiert. Mit dem Input kann man nun weiter arbeiten und beispielsweise die Wetterdaten in dieser Stadt abrufen.
Auf diese Weise ist beispielsweise auch diese Website entstanden, die umfangreiche Wetterdaten und News zu der eigenen geografischen Position anzeigt.
Uns interessiert aktuell eher eine kreativere Nutzung der Daten, aber es lassen sich natürlich auch reichliche simple Anwendungsmöglichkeiten finden. Beispielsweise die Vorauswahl der jeweiligen Sprache bei mehrsprachigen Seiten.
Das Buch das auch im “zweiten Leben” noch dabei ist…
Kleiner Sneak-Peak vorab, da ich auf dem Sprung zum nächsten Meeting bin. Aber diese Message ist so witzig, dass sie nicht warten darf: Brand's New Toy gibt's nun auch in Second Life. O.K. – bisher zwar nur als Reklametafel mit Link, aber was nicht ist, das kann ja noch werden…
Wie es dazu gekommen ist, die volle Story, viele weitere Bilder und einen Link um uns dort zu finden, reichen wir heute Abend nach. Bis dahin gibt es wenigstens schon mal ein schnelles "Beweisfoto"…
Wo sind sie, die experimentierfreudigen Kunden?
Es ist wirklich eine vertrackte Sache: Da steht man völlig frei auf dem Spielfeld, bereit einen Spielzug aufzuführen, der ganz großes Kino ist – und dann wird man doch nur gebeten, den Ball schön sachte zu passen…
Nein, ganz so schlimm ist es nicht. Und vielleicht ist es auch eine Berufskrankheit, dass man ständig die Herausforderung in neuen Ideen und Konzepten sucht (gut so!). Erst Recht, wenn man angetreten ist, dem Markt mobiler Kommunikationsformen (mit guten Ideen und medienübergreifenden Mechaniken) mehr Leben einzuhauchen.
Im Moment spüren wir durchaus frischen Wind in der Branche: Es bewegt sich etwas und eine zunehmende Zahl an Werbetreibenden lässt sich nicht mehr von standardisierten Mechaniken beeindrucken.
Uns freut dies natürlich, und wir stehen jedem Werbeleiter zum offenen Gedankenaustausch zur Verfügung.
Denn wer sich vorwärts bewegen möchte, muss gelerntes manchmal hinter sich lassen – auch wenn es schwer fällt.
In der Headline steht das Wort "Experiment", denn neue Ideen können nicht vom Start weg den Anspruch erfüllen ein 100%iger Erfolgsgarant zu sein – sofern es den überhaupt irgendwo geben sollte (an dieser Stelle fallen mir Plattitüden wie "Wer wagt gewinnt" "Wer sich nicht vorwärts bewegt…" – lassen wir das…).
Vielmehr ist eine gewisse "Risikobereitschaft" auf Kundenseite von nöten, um im kleinen Rahmen Zielgruppen gerechte Konzepte zu entwickeln und diese dann im großen Massstab Erfolg versprechend einzusetzen. Wer von den Agenturen Marktforschungen einfordert, die eine Wirksamkeit belegen, sollte sich klar machen, das solche Erkenntnisse oft nur aus dem kombinieren verschiedenster Fakten, Studien und Erhebungen gewonnen werden können und der oft fehlende Zusammenhang den Sinn in Frage stellen dürfte.Daher: Wer neue Ideen sucht, sollte Mut besitzen und sich trauen mit überschaubaren Projekten neue Wege zu beschreiten.
Eines wird dabei schnell klar: Technik darf nicht mit Idee verwechselt werden. Wer ausruft: "Wir haben eine Idee – wir machen ein WAP-Portal!", hat die Aufgabe noch nicht gelöst.
Und noch etwas fällt auf: Die Kreativstärken des Handys liegen in der Kombination mit anderen Medien. Wer überraschende Kommunikation betreiben möchte, sollte den mobilen Kanal nicht isoliert betrachten, sondern weitere Medien und Kanäle mit in Erwägung ziehen. Betrachten wir das Mobiltelefon doch einfach mal als "Fernbedienung"…
Je früher das Mobiltelefon daher in die Ideenfindung mit einbezogen wird, desto attraktiver wird sich das Ergebnis gestalten.
Handy kills the Telenovela-Star?
Nachdem erste innovative Formate wie die MMS Handy-Soap "mittendrin" ihre Bewährungsprobe scheinbar erfolgreich hinter sich gebracht haben, war es für uns an der Zeit das Modell für eventuelle Sponsoring Aktivitäten passender Brands genauer unter die Lupe zu nehmen.
Mit derzeit ca. 65.000 Abonennten der täglichen "MMS-Foto-Love-Story" auf dem Handy und vielen vernetzten Zusatzaktivitäten, kann man ab einem Budget von EUR 50.000 interressante Kooperationen über einen Zeitraum von einem halben Jahr schließen. Die enthaltenen Maßnahmen sind dabei stark skalierbar:
Der Head-Sponsor ist Content-, Aktionen- sowie Werbepartner und präsentiert sich in einer jungen, mobile-affinen und trendbewussten Zielgruppe im Alter von 15-25 Jahren.
Das Sponsor-Paket umfasst eine vollständige Integration über alle Kanäle und Umfelder:
- Inhaltliche Integration in die Story
- Logo-Integration innerhalb des gesamten Partnernetzwerkes und der Formatbewerbung
- Gemeinsame Umsetzung von Aktionen
- Verbindung der mittendrin-Stars mit der Marke
- Feste Mediawert-Zusagen für Banner, Spots, Anzeigen, etc.
Die weitere Entwicklung und vor allem Weiterentwicklung hin zu mehr Interaktivität dieser Formate, genauso wie die langfristige Akzeptanz bei den Zielgruppen wirdinteressant zu beobachten sein.
Google bietet AdWords auf Handys an
Google hat das AdWords Programm nun auf die mobile Version der Google Website für Handys und PDA's ausgedehnt. Die Anzeigen werden oberhalb und unterhalb der Suchergebnisse angezeigt und verlinken direkt auf die mobile Website des Werbepartners. Und sogar ein direkter Anruf bei dem Werbepartner ist, via Click-To-Call möglich. Damit können Unternehmen Werbung schalten, die mobile Nutzer direkt per Klick an eine Telefonnummer oder eine Handy kompatible Website weiterleitet.
Was ist eine Handy kompatible Website?
Darunter versteht man Websites die zumindest für eines der aufgeführten Protokolle optimiert wurden:
- XHTML (WAP 2.0)
- WML (WAP 1.2)
- CHTML
Wie werden mobile Ad's bei Google geschaltet?
Das schalten der Textwerbung ist genauso einfach wie das Schalten der AdWords, es funktioniert über die gleichen Masken im AdWords Programm. Für diese Werbeform sind Bilder erneut ausgeschlossen und es gelten AdWords typisch folgende Zeichenbegrenzungen.
- 18 Buchstaben für die Headline
- 18 Buchstaben (ohne Umbrüche) als Copy-Text
- 20 Buchstaben für den angezeigten Link oder die Telefonnummer
Aufgrund der noch geringen Anzahl an Werbetreibenden sind die Kosten momentan noch sehr gering. Die meisten Begriffe lassen sich schon für ca. 10 Cent pro Klick oder Anruf buchen.
Für welche Firmen ist das Angebot interessant?
Google selbst gibt das Versandhaus Otto als einen der ersten großen Kunden für die mobile Text-Werbeform an. In erster Linie scheint das Angebot aber für Companies mit gut ausgebauten mobilen Webportalen, wie zum Beispiel die Portale der TelCos, interessant zu sein. Auf diesem Weg werden User die mit ihrem Handy im Netz unterwegs sind und beispielsweise nach mobilen Video-Streams suchen direkt zum Ziel geführt.
Aber auch für Promotion-Aktionen scheint sich die Werbeform aufgrund der momentan noch günstigen Konditionen zu eignen.
Und auch sehr viel kleinere Firmen können großen Nutzen aus der Werbeform ziehen. Firmen die oft noch nicht einmal eine Website haben und auch keine benötigen. Man muß sich dabei die Situation des Nutzers vor Augen führen. Die einen nutzen ihr Mobiltelefon um das Web zu durchsurfen, um ganz spezifisch Inhalte für das Gerät zu finden. Andere sind unterwegs und haben momentan keinen Internetzugriff über einen Computer. Wenn man sich diese Situation vor augen führt, wird schnell klar, dass auch Angebote wie Schlüsseldienste, Nachtclubs, Bars oder Taxi-Zentralen von dieser Situation profitieren können.
Auch wenn wir momentan noch niemanden raten würden, allzuviel Hoffnung auf neue Kunden in die mobilen AdWords von Google zu legen, sind die Einstiegsbarrieren so niedrig, das wir mit gutem Gewissen raten es einfach auszuprobieren. Es spricht nichts dagegen, solange man ein relevantes Angebot für die mobilen Bedürfnisse hat.
Für Google scheint sich das Geschäft jedenfalls jetzt schon zu rentieren. Nach Angaben von Google-Vorstandschef Eric Schmidt verdient Google in Japan, wo der Test schon seit April läuft, mit den sogenannten Mobile Ads bereits mehr Geld mit Mobilfunkwerbung als mit Anzeigen im Internet.Jetzt will Google will das Engegement auf mobilen Geräten natürlich weiter ausbauen. "The mobile advertising market should be, eventually, more successful than the fixed market," erläutert Schmidt. "A year from now, hopefully, we will have integrated offerings that target the person and the phone."

